December

December 18, 2017

Abweichungen zwischen Amateur- und professionellen Fußball

Der Fußball ist und bleibt der führende Nationalsport. In Deutschland gehören 6,5 Millionen Personen einem der über 27000 Vereine an. Der Anfängerfußball von heute ist dennoch im Wandel. Auf so gut wie allen Ebenen haben die Vereine mit den unterschiedlichsten Schwierigkeiten zu ringen. Dazu gehören neben vielmals enorm begrenzten Zahlungsmitteln auch die fordernde Ermittlung nach Sponsoren sowohl der Erhalt der Zuschauer. Der Grund dafür ist unweigerlich ein Gesellschaftswandel. War es bis vor einiger Zeit noch auf der Hand liegend meist Sonntag Nachmittags den lokalen Fußballverein zu helfen, so haben in den unteren Ligen die Vereine mehr und mehr mit Publikumsschwund zu kämpfen. Dabei ist dieser Sport nicht weniger begehrt wie in vergangener Zeit, die Personen aber haben augenscheinlich andere Prioritäten gesetzt. Speziell auf dem Land und in der Provinz müssen so immer mehr Vereine um die Existenz kämpfen, die Demographie und die Zuwanderung junger Personen von ländlichen Gebieten hin in die Stadt tun ihr übriges. Was treibt die Fußballer an? Für die Meisten aller aktiven Fußballer ist die Ausübung ihres Sports ein Hobby mit Leidenschaft. Die Abweichung zwischen der Menge an Anfängerspielern und Profispielern ist nicht nur deutschlandweit enorm hoch. So ist der Fußball in den unteren Ligen gewissermaßen das Zentrum dieser Sportart. Der Fußball bedient extrem viele Facetten gleichzeitig. Einerseits ist vielen Fußballern die sportliche Tätigkeit an sich bedeutend. Die wiederholenden Trainingstunden und eventuelle Wettkämpfe halten und gesund. Bei dieser Sportart kommt darüber hinaus der hohe Teamgedanke hinzu. Fußball ist schließlich ein Teamsport und wird zu keiner Zeit nur durch den Einzelnen siegreich geprägt. So ist ein gemeinsames Gewinnen und ein gemeinsames Verlieren möglich. Die Erfahrungen, die jeder Fußballer im Rahmen des Teams erfahren kann, machen den Fußball einzigartig - damit sind schöne und auch nicht so schöne Erfahrungen gemeint. Nicht selten entwickeln sich über einen Fußballverein enge Beziehungen, die auch abseits vom Fußballspielen Bestand haben. Man lernt unzweifelhaft Spieler kennen und wächst in ein schon bestehendes Gruppe hinein. Dies kann von Kindertagen an bestehen, aber auch erst im Erwachsenenalter sich entfalten. Um den Anfängerfußball erfassen zu können, ist das Vergleichen zwischen den medial wenig beachteten Freizeitspielern und den viel bezahlten und begehrten Profifußballern nützlich. Die Bezahlung ist tatsächlich eine der größten Abweichungen zwischen Freizeitfußballern und Profifußballern. Zwar gibt es in den niedrigeren Ligen in kleinerem Rahmen auch Geld für die Fußballer, jedoch bietet der Fußball auf Amateurebene keine Reichtümer an und in Summe auch nicht zum Leben - es ist höchstens ein Verdienst nebenbei. Als Profisportler in der 1. oder 2. Fußballbundesliga verdient man hingegen Gelder, wovon nicht nur die Anfänger, sondern auch andere Berufsgruppen nur phantasieren können, oft im siebenstelligen Bereich pro Jahr. Jeder einzelne Fußballspieler möchte am Ende des Spiels als Champion vom Platz gehen. Jedoch hat der Spielausgang in den höheren Ligen sicherlich eine andere, höhere Bedeutung, als im Amateurbereich. Der Erfolgszwang ist im Profifußball häufig sehr groß, oftmals hängen Existenzen an der Ligazugehörigkeit des jeweiligen Vereins. Damit im Zusammenhang steht auch eine hingabevolle Fankultur, wie wir sie in Deutschland haben. Die Zuschauer der Vereine der Profis erhoffen Leistungsfähigkeit und absolute Hingebung für den Fußballverein. Sollte diese von den Spielern gar nicht erbracht werden, werden das Publikum geknickt, was in Folge dessen die Fußballspieler zusätzlich unter Druck setzt. Beim fußball dagegen will der Coach zwar auch eine gewissen Leistungsfähigkeit erzielen, allerdings hat ein mögliches Versagen spührbar weniger Konsequenzen. Die Freude steht in der Regel im Zentrum und in der Regel folgen fast alle Fußballer diesem Denken. Die Intensität der Träningsstunden und das Niveau ist im professionellen Fußball erwartungsgemäß größer als im Anfängerbereich. Profis üben größtenteils täglich, teilweise mehrfach. Anfänger haben meist 2-3 mal die Woche Training.